Konsent & Kommunikation für BDSM
Wie du deine Kinks auslebst, ohne dabei Grenzen – oder die Stimmung – zu crashen
BDSM kann sich anfühlen wie Autofahren im Nebel: Du sitzt am Steuer, aber siehst die Straße nicht. Dein Sitznachbar sieht zwar alles, kann aber selber nicht Steuern … und nur im Worst Case mit einem Stoppwort alles beenden. In diesem Workshop lernen wir diese Situation besser verstehen, wie man möglichst sicher und mit wenig Holpern ans Ziel kommt und wie man sich auch als Dom führen lassen kann. In diesem Workshop geht es darum, wie ihr bewusst und klar kommuniziert, Missverständnisse entschärft und Sessions so gestaltet, dass am Ende alle mit gutem Gefühl nach Hause gehen.
Inhalte des Workshops
Wir schauen uns an, was der Konsent jenseits von „F-R-I-E-S“-Buzzwörtern bedeutet – inklusive Grauzonen, CNC und der Frage, wer eigentlich alles zustimmen muss, wenn eine Szene stattfindet. Du lernst, warum klassische Tools wie Safewords, Checklisten und Ampelcodes oft zu kurz greifen und wie du sie mit laufender Kommunikation, klaren Bildern und besserem Verständnis für psychologische Bias ergänzt. Anhand realer Awareness-Fälle und typischer Missverständnisse zerlegen wir, wo Kommunikation kippt, und du bekommst konkrete Strategien an die Hand – sowohl als Dom als auch als Sub –, um Grenzen zu erkennen, Fehler einzuordnen und Aftercare so zu nutzen, dass Wachstum statt Trauma entsteht. Am Ende hast du kein „perfektes Script“, sondern ein realistisches, bewusstes Framework, mit dem du deine Art von Kink sicherer, ehrlicher und damit auch intensiver gestalten kannst.
'- Was Consent wirklich bedeutet und wieso F-R-I-E-S erst der Anfang ist
- Typische Tools und ihre Tücken - sowie alternative Ansätze zur Ergänzung
Fehlkommunikation und wo sie entstehen kann
- Wie wir uns selbst verarschen - Psychologische Bias und ihr Einfluss
- Ewiges Lernen und Verbessern - und wie wir unsere blinden Flecken überwinden
- Realer (anonymisierte) Awareness-Cases und wie sie entstehen
- Konkrete Tipps für Doms & Subs - und wieso wir trotz Fehler machen
- Raum für deine Erfahrungen, Fragen und Austausch (Diskussionsrunde)
Zielgruppen
Der Workshop richtet sich an Doms, die Verantwortung ernst nehmen, ohne den Fun-Faktor zu verlieren, an Subs, die ihre Bedürfnisse besser spüren, benennen und durchsetzen wollen, an Switches (und alle anderen), die gerne beide Perspektiven reflektiert verstehen möchten und natürlich an all jene Menschen aus der Kink- und BDSM-Welt, für die Konsent mehr als eine „Standard-Negotiation-Listen“ ist.
Voraussetzungen
Erste Berührung mit BDSM, Shibari oder Kink ist hilfreich, aber nicht zwingend. Wichtig ist auf jeden Fall die Bereitschaft, die eigene(n) Rolle (Dom/Sub/Switch) kritisch und liebevoll anzuschauen und die Offenheit, über eigene Unsicherheiten, Missverständnisse und vielleicht auch Fuck-ups zu sprechen – ohne Drama, aber mit Ehrlichkeit und dem Willen zu persönlichen Wachstum.
NICHT Inhalte
In diesem Workshop geht es weder um Techniken, noch um “How to be a good Som / Sub” und wir werden Euch auch nicht sagen, was richtig oder falsch ist (zumindest nicht pauschal). Viel mehr wollen wir euch zum Mitdenken anregen und euch bewusst machen, dass es viele Aspekte gibt. Ihr habt die Macht und die Verantwortung, dies für euch passend zu gestalten.
Wir versuchen hierbei einen Safer Space zu kreieren, wo Austausch und unterschiedliche Sichtweisen wertgeschätzt werden. Solltet ihr euch während des Workshops unwohl oder getriggert fühlen, so habt ihr jederzeit die Möglichkeit den Raum zu verlassen.
Organsiatorisches
Den Workshop gibt es sowohl als online, wie auch als Präsenz variante.




